Sportmedizin München

Sportmedizin wird nicht allein dadurch praktiziert, dass Standarduntersuchungen und -Behandlungen beim Sportler durchgeführt werden.

Dieses Vorgehen wird dem Anspruch der Ursachenfindung für körperliche Beschwerden durch sportliche Aktivität nicht gerecht. Um eine sportgerechte und effektive medizinische Behandlung planen und durch- führen zu können, ist die Beschwerden vor dem Hintergrund des individuellen Bewegungs- und Trainingsverhaltens des Sportlers zu untersuchen und zu beurteilen.

Zudem geht es in der Sportmedizin nicht nur um die Behandlung von Sportlern, die sich bereits Verletzungen oder sonstige Symptome zugezogen haben, sondern auch um die präventive Beratung und Betreuung. Sportmedizinische Beratungen, Untersuchungen und Behandlungen finden vor allem in den Fachbereichen Orthopädie und innere Medizin statt.

Sportmedizinische Diagnostik

Die Sportmedizin im Bereich Orthopädie umfasst die Betreuung bei Fragestellungen rund um den Bewegungsapparat, sowie die Diagnostik und Behandlung von Beschwerden und Verletzungen am Bewegungsapparat, die im Zuge sportlicher Aktivität entstanden sind.  Um eine genaue Diagnose zu stellen und deren mögliche Ursachen zu definieren, muss genau beleuchtet werden, welche Umstände beim Sport zu den vorhandenen Beschwerden oder Verletzungen geführt haben könnten.

So ist beispielsweise die reine Stellung der Diagnose „Achillessehnenentzündung“ nicht befriedigend. Viel wichtiger ist dabei die Erkenntnis, welche Faktoren der sportlichen Aktivität ursächlich für den Befund sind (Ausrüstung, Pensum, Ernährung etc.). Nur dann ist eine zielgerichtete Behandlung und eine schnelle Rehabilitation möglich, bzw. eine Veränderung des sportlichen Alltags dahingehend, dass künftig derartige Überlastungen bzw. Verletzungen vermieden werden. 

Der sportmedizinische Fokus im Bereich der inneren Medizin beleuchtet den Zusammenhang von sportlicher Betätigung und dem dem Herz-Kreislaufsystem. Die individuelle Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems ist ein wesentlicher Faktor für die gesunde und erfolgreiche sportliche Belastung. Hier geht es jedoch nicht nur die Überprüfung der Tauglichkeit des Herz-Kreislaufsystems für den Sport, sondern auch um die Trainingsplanung und Trainingssteuerung. Zu diesem Zwecke finden hier Untersuchungsmethoden, wie EKG, Lungenfunktionsprüfung, Laktatleistungsdiagnostik und Messung der Atemgase über die Spiroergometrie Anwendung.

Um beim Sport langfristig beschwerdefrei zu bleiben, ist es ratsam, sich einer präventiven Untersuchung in den verschiedenen Fachbereichen zu unterziehen. Indem man im Vorfeld Negativfaktoren ausschließt, werden Zwangspausen durch Überbelastung und Verletzungen sowie mühsame Rehabilitationsphasen und langfristige Schäden vermieden.